Qualitätswerkzeuge (Q7)

QM Tools zur effektiven Umsetzung der ISO 9001

Diese 7 Qualitätswerkzeuge (Seven Tools of Quality, auch Q7) wurden um 1943 von Ishikawa Kaoru zusammengestellt. Sie finden Anwendung in Qualitätszirkeln, wie dem PDCA-Zyklus, und in QM-Systemen und werden erfolgreich eingesetzt, um die Qualität entsprechend der ISO 9001:2015 in Unternehmen zu sichern und Problemlösungsprozesse voranzutreiben. Ziel der Werkzeuge ist es Fehler und Daten von Prozessen und Arbeitsabläufen zu sammeln, um diese anschließend möglichst einfach zu analysieren. In der Phase der Fehlererfassung werden Fehlersammellisten, Histogramme und Qualitätsregelkarten benutzt. Sie ermöglichen einen Überblick über die Fehlerarten, die Fehlerhäufigkeiten und die Fehlerorte.
In der Phase der Fehleranalyse werden mögliche Problemursachen gesammelt und geordnet aufbereitet und dargestellt.

Das Ziel der gesamten Analyse ist die Verhinderung oder Verbesserung von Fehlern im System. Die 7 QM-Tools sind effektive Werkzeuge, um bei richtiger Anwendung einfach wirksame Ergebnisse zu erzielen. Im Folgenden werden Ihnen die 7 QM-Tools vorgestellt:

  1. Flussdiagramm
  2. Fehlersammelkarte
  3. Histogramm
  4. Qualitätsregelkarte
  5. Pareto-Diagramm
  6. Korrelationsdiagramm
  7. Ursache-Wirkungs-Diagramm

7 Qualitätsmanagementwerkzeuge
zur effektiven Umsetzung der ISO 9001


 

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1. Flussdiagramm

Es handelt sich beim Flussdiagramm um das häufigste QM-Tool zur Darstellung von Prozessen und Abläufen. Vor allem als Tool zur ersten Visualisierung eines Vorganges ist dieses Diagramm sehr wertvoll. So lassen sich hierdurch überflüssige oder doppelte Prozessschritte kenntlich machen.

Vorteile des Flussdiagramms

  • Einfache Symbole helfen bei einer einfach verständlichen Visualisierung
  • Detaillierungsgrade können angepasst werden
  • Keine Vorkentnisse oder Schulungen nötig

Nachteile des Flussdiagramms

  • Tool lässt viel Raum zur Interpretation offen, da es keine einheitlichen Regeln gibt

2. Die Fehlersammelkarte

Das erste der 7 QM Tools ist die Fehlersammelkarte. Sie erfasst die Häufigkeit von Fehlern. Dies erfolgt einfach per Strichlistenzählung und kann als Grundlage einer einfachen nummerischen Auswertung dienen.

Vorteile der Fehlersammelkarte

  • Leicht umsetzbar
  • Keine Vorkenntnisse/ vorherige Schulungen nötig

Nachteile der Fehlersammelkarte

  • Keine Analyse der Fehlerursache möglich
  • Bei steigender Anzahl an erfassten Fehlern wird der Prozess unübersichtlicher

3. Histogramm

Dies ist ein einfaches Säulendiagramm, das eine Häufigkeitsverteilung grafisch darstellt. Die visuelle Aufbereitung hilft dem Betrachter bei der Interpretation der Daten, die nur auf Basis reiner Messdaten nicht so einfach möglich wäre.

Vorteile des Histogramms

  • Große Datenmengen können (gegenüber der Fehlersammelkarte) übersichtlich aufbereitet werden
  • Einfach in der Erstelllung

Nachteile des Histogramms

  • Keine Fehlerursachenanalyse möglich
  • Auf metrische Daten beschränkt

4. Qualitätsregelkarte

Die Qualitätsregelkarte ist ein weiteres Werkzeug der Q7. Hierin lassen sich Messergebnisse über einen längeren Zeitraum abbilden. In Stichproben werden gewisse Merkmale und deren Ausprägungen erhoben. Dies erfolgt im laufenden Prozess unter immer gleichen Bedingungen.

Vorteile der Regelkarte

  • Eine statisch fundierte zeitliche Erfassung des Prozessverlaufs ist möglich

Nachteile der Regelkarte

  • Es können keine kurzfristigen Ergebnisse erfasst werden

5. Pareto-Diagramm

Das Pareto-Diagramm wird vor allem für die Darstellung der Daten der Fehlersammelkarte im Qualitätsmanagement verwendet. Dieses Diagramm sortiert die Daten nach Relevanz und stellt sie als Balkendiagramm, zusammen mit der Summenkurve ihrer Bedeutung dar. Daraus kann ermittelt werden, welcher Fehler ein sofortiges Handeln verlangt.

Vorteile des Pareto-Diagramms

  • Daten können aus verschiedenen Quellen verwendet werden
  • Gravierendsten Fehler werden sofort sichtbar

6. Korrelationsdiagramm (Auch Streudiagramm)

In einem Korrelationsdiagramm kann die Beziehung zwischen zwei Merkmalen grafisch dargestellt werden. Dazu werden die paarweise am Prozessschritt erhobenen Messwerte als Datenpunkt in ein zweiachsiges Diagramm übertragen. Gibt es genügend Datenpunkte, so lässt sich ein Muster ablesen, das wiederum Rückschlüsse auf den statistischen Zusammenhang zwischen den Merkmalen zulässt.

Vorteile des Korrelationsdiagramms

  • Ab einer Datenmenge von 30 Datenpaaren kann das Diagramm erstellt werden
  • Richtung und Stärke eines Zusammenhangs können analysiert werden

Nachteile des Korrelationsdiagramms

  • Großer mathematischer Aufwand für exakte Berechnungen

7. Ursache-Wirkungs-Diagramm

Das Ursache-Wirkungs-Diagramm, auch Ishikawa Diagramm oder Fischgräten-Diagramm genannt, geht davon aus, dass ein Fehler auf Ursachen in den Dimensionen Mensch, Maschine, Material und Methode und zusätzlich Ausrüstung und Umwelt zurückzuführen ist. Pfeile im Diagramm verdeutlichen dabei die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung.

Vorteile des Ursache-Wirkungs-Diagramms

  • Wahre Ursachen können systematisch erkannt werden

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